BERICHTE

Musikverein St. Julianen Guntersblum entführt Zuhörer in den Zirkus

Beim Konzert des Musikverein "St. Julianen" um Dirigent Ralf Worf (re.) fliegen sogar die Puppen über die Bühne Foto: hbz/Michael Bahr

Manege frei!

Beim Jahreskonzert des Musikvereins St. Julianen wird das Dorfgemeinschaftshaus zum Zirkusrund – musikalisch. Mit Pfiff und Chapeau Claque moderiert Zirkusdirektorin Anna Juliano (Hannah Schreiber) „A Day at the Circus” und lässt wilde Tiere, Akrobaten und grazile Elefanten ihre Kunststücke vorführen. Die sind zwar nicht zu sehen, aber bei „Flying Dorians“ fliegt aus der Flügelhorn-Ecke (Lutz Rothermel) ein Puppengeschoss quer über die Bühne. Auch die beiden anderen Moderatoren beweisen sich als Possenreißer: Klaus Weckheuer gibt über „Schwarzhölzchen und den lieben Worf“ (musikalische Leitung: Ralf Worf) märchenhaft mit den Brüdern Grimm Einblick in die Rituale der Probenarbeit und Vereinsvorsitzender Ortwin Hess dazu die passende historische Einordnung.

„A Few Dots of Polka“ würzt Dicke-Backen-Musik mit kabarettistischen Elementen und bei der Champagnerpolka knallen die Korken. Dirigent Worf gestaltet mit rund 40 Musikern das Programm mit „Solisten in Concert“ und so hat fast jeder gekonnt seinen Part im Arrangement der Medleys, beim neu eingespielten „Maxglaner Zigeunermarsch“ oder die Musiker malen „Auf einem persischen Markt“ im Kopf die Bilder von Kameltreibern, Gauklern und Schlangenbeschwörern.

Einen besonderen Auftritt hat Hans-Bernd Zimmer, Komponist von „Euphonissimo“ für zwei Tenorhörner (Axel Seck und Benno Anstatt). Er führt den Taktstock zu seiner Musik vor fremdem Orchester. Bei „Xyloclassics“ wirbelt Worf, studierter Perkussionist, auf dem Marimbaphon zu Klängen von Bizet, Mozart und Rossini. Und nun, dem Publikum zugewendet, zeigt sich, dass der Orchesterleiter nicht nur mit vollem Körpereinsatz dabei ist, sondern auch lustvoll über Mimik und Witz seinen Musikern leise Töne und volles Volumen entlockt. „Zugabe“-Rufe schon vor der Pause.

„Introduction and Modern Beat“ führt von klassisch zu fetzig-modern in ein großartiges Crescendo. Bei „My Way“ gibt Volker Thimm am Flügelhorn melancholisch den Ton an, verschiedene Soli verleiten mit Gilbert O’Sullivan das Publikum zum Träumen bis Lutz Rothermel (Flügelhorn) „Clair“ anstimmt. Es herrscht andächtiges Lauschen.

 

Inge Marquardt und Nanette Muth, beide Klarinette, fügen sich brillant mit „Petite Fleur“ an. Der anhaltende Applaus ist hoch verdient. Hinter der „80er Kult(tour)“ verbergen sich fünf Neue-Deutsche-Welle-Hits. Da erweist sich schon „Skandal im Sperrbezirk“ als mitsingtauglich. Bei „Sternenhimmel“ sind die Guntersblumer dann endgültig nicht mehr auf ihren Stühlen zu halten. „Zugabe! Zugabe!“, schallt es durch das Dorfgemeinschaftshaus. Dafür geht es zurück in den Zirkus, zu „Zirkus Renz“ mit Worf am Marimbaphon.

Zum Abschluss braucht es keine Bilder im Kopf: Matthias Reckert (Dudelsack) und Rainer Thimm (Trommel) durchschreiten zu „A Highland Cathedral“ gemächlichen Schrittes mit Kilt und strammen Waden den Saal und leiten zum fulminanten Finale.

Bericht von Bina Stutz aus der AZ

Geschichte von Noah‘s Arche 

spannend musikalisch erzählt

Stehende Ovationen beim vorweihnachtlichen Konzert

des Musikvereins „St. Julianen“ Guntersblum

Foto: Peter Muth

Eine Welle freudiger Euphorie ging durch die knapp 40 Musikerinnen und Musiker des Musikvereins „St. Julianen“ Guntersblum, als sich das Publikum am Ersten Advent in der evangelischen Kirche zum Ende ihres Konzertes mit stehenden Ovationen bedankte.

Mit „Alle Jahre wieder“ hatten die Julianenmusiker ihre Zuhörer in der vollbesetzten Kirche klangstark auf die Adventszeit eingestimmt. Einfühlsam und zum Mitsummen geeignet folgte der bekannte Kanon in D-Dur von Johann Pachelbel, dessen markante Bassfolge Grundlage für viele moderne Popsongs ist. Im Anschluss daran konnte man sich zu den Klängen der berühmten „Vier Jahreszeiten“ von Antonio Vivaldi zurücklehnen. Die traditionelle Tonmalerei wurde hier zum Charakteristikum: Naturphänomene wie das Erwachen der Natur, Gewitter, Sturm, sengende Hitze und ein herbstliches Bauernfest verarbeitete Vivaldi meisterhaft in dieser Komposition.

Ein absolutes Konzerthighlight das nächste Stück des Orchesters: Mit der modernen musikalischen Interpretation der biblischen Geschichte der Arche Noah wagten sich die Musiker unter dem souveränen Dirigat von Ralf Worf, seit drei Jahren Orchesterleiter des Vereins, gekonnt mit viel musikalischem Gespür in die konzertante Oberstufe. Mit Erfolg, denn der begeisterte Applaus des Publikums sprach für sich. Pfarrer Johannes Hoffmann hatte einleitend zu dem Orchesterwerk die Geschichte von Noah und der Arche ins Gedächtnis gerufen. Das viersätzige Werk des belgischen Komponisten Bert Appermont schildert, wie Noah von Gott zunächst die Botschaft der drohenden Sintflut erhält, er eine Arche baut, um zusammen mit den Lebewesen der Erde der Katastrophe zu entkommen. Im zweiten Satz „Parade der Tiere“ werden diese, vom Vogel bis zum Elefanten, von den Instrumentalisten eindrucksvoll und in virtuoser Spielweise verkörpert, dargestellt. Musikalischer Höhepunkt zweifellos der furiose Sturm, bei dem man förmlich mitfühlen konnte, wie die Angst zu ertrinken, sich in den Lebewesen der Arche aufbäumte, bevor mit dem "Song of Hope" schließlich ein hoffnungsvoller Neuanfang beginnt.

Auch in diesem Jahr durfte sich das Publikum wieder über Uwe Worf freuen, der mit seiner beeindruckenden Stimme eine Hommage an den großartigsten Tenor aller Zeiten, Enrico Caruso, welcher bereits achtundvierzigjährig tragisch starb, intonierte. Das nächste Konzertstück, die dreisätzige „New Baroque Suite“, eine erneute musikalische Herausforderung aus der Barockzeit für die Musiker, leitete zu einem weiteren Gesangsstück über. Spätestens hier wurde klar, dass Familie Worf in diesem Konzert stark vertreten war. Dirigent Ralf Worf hatte gleich drei engste Verwandte mitgebracht und sie alle überzeugten durch ihre außerordentlichen, musikalischen Fähigkeiten. Uwe Worf, sein Bruder (Tenor), seine Frau Renate, ebenfalls Gesang und seine Tochter Saskia, Quer- und Piccoloflöte. „Vivo per lei“ – „Ich lebe für sie“, das Leben für die Musik, so wurde dieses wunderbare Duett von Renate Worf und Uwe Worf, feinfühlig abgestimmt mit der Orchesterbegleitung, vorgetragen und mit begeistertem Applaus belohnt.

Der von Robbie Williams 1997 veröffentlichte Song „Angels“ avancierte in England zum Weihnachtshit und das Orchester leitete damit den weihnachtlich-besinnlichen Teil des Konzertes ein. Dies unterstrich auch Vorsitzender Hess mit seiner traditionellen, vom Publikum stets gerne gehörten Weihnachtsgeschichte. Diesmal ging es um die humorige Diskussion in einer Großfamilie, wer denn nun an Heiligabend den Weihnachtsmann mimt.

Was aber wäre die Adventszeit ohne traditionelle Klänge! Passend zur gerade gehörten Geschichte intonierte der Verein das moderne Weihnachtsliederpotpourri „Morgen kommt der Weihnachtsmann“, bei dem die Zuhörer, wenn auch leise, mitsangen. Die vorweihnachtliche Stimmung steigerte sich mit Bing Crosby’s „White Christmas“, von den Akteuren hervorragend gefühlvoll interpretiert. Dies passte wunderbar zur Stimmung am ersten Advent, schneite es doch im Rheinhessenland schon seit den Morgenstunden.

Zum Ende des abwechslungsreichen Programms, durch das neben dem Vorsitzenden Ortwin Hess auch die Jugendleiterin des Vereins, Hannah Schreiber, mit sympathischem Humor führte, dankte das begeisterte Publikum mit Applaus und stehenden Ovationen. Dirigent Ralf Worf ließ es sich nicht nehmen und kündigte die Zugabe selbst an: Die Arie „Nessun Dorma“ aus der Oper Turandot, interpretiert von Tenor Uwe Worf.

Wer „St. Julianen“ im alten Jahr noch einmal hören möchte, hat dazu an Heiligabend in der evangelischen Kirche Gelegenheit. Das Orchester begleitet den Gottesdienst und anschließend verabschiedet sich der Musikverein mit Weihnachtsliedern, gespielt von der Empore zwischen den Kirchtürmen.

Musikverein St. Julianen spielt bei Jahreskonzert in Guntersblum anspruchsvolle Stücke aus den USA

Eine volle Bühne und gut aufgelegte Musiker gab es beim Jahreskonzert des Musikverein "St. Julianen" zu hören. Foto: hbz/Stefan Sämmer

GUNTERSBLUM - Musicclub Saint Julian goes Amerika! Ganz großes Kino führt der Musikverein St. Julianen beim Jahreskonzert im Dorfgemeinschaftshaus Guntersblum auf: „The American Way of Music“. Das gilt für die Melodien aus klassischen Hollywood- und Westernfilmen und ebenso für die Bilder nach Noten, die in den Köpfen des Publikums entstehen.

Die Fantasie beflügelt dabei die einführende Moderation von Ortwin Hess, seines Zeichens Vorsitzender, sowie Klaus Weckheuer und Hannah Schreiber. Man ist also vorbereitet bei jeder Sequenz, hat ein wenig Hintergrund erfahren über den Komponisten, die Entstehung, die Themen und Geschichten. Auf „Westward Ho“ folgt „Oregon“: Dampflok pfeift die Kaskadenkette entlang, Pferde galoppieren durch die Prärie, Herbststürme peitschen den Pazifischen Ozean, amerikanische Westernserien und Lagerfeuerromantik klingen an.

Jeder Zentimeter auf der Bühne ist ausgereizt

So dicht wie die Eindrücke, die das hoch motivierte große Orchester gekonnt vermittelt, so dicht gedrängt füllt es auch die Bühne. Jeder Zentimeter ist ausgereizt, um die rund 45 Musiker mit ihren Blasinstrumenten, Schlagzeug/Percussion, ein paar Cowboyhüte und ein Schaukelpferd unterzubringen. Gefährlich wenig Raum für Körpereinsatz ganz nah am Bühnenrand bleibt da Ralf Worf bei seiner musikalischen Leitung. Es ist ein anspruchsvolles Musikprogramm, das da mit Elan und Bravour vorgetragen wird. Worf führt verlässlich und die ganze Truppe im Alter von elf bis 75 Jahre folgt auf den Punkt, sprich Taktstock. Die „New York Overture“ malt das Porträt einer großartigen Stadt, die niemals schläft. Im jazzigen Harlem fetzt Klaus Weckheuer auf der Trompete. Über „Moment for Morricone“ mit den Themen großer Western in der Weite Arizonas und New Mexicos gelangen Akteure und Zuhörer nach Hollywood zum unvergesslichen „Frühstück bei Tiffany“ oder „Indiana Jones“. Bernd Oswald (Trompete/Flügelhorn) und Sandra Tisot (Altsaxofon) sind tonangebend. Noch mehr Amerika geht fast nicht? Mit „What a Wonderful World“ rockt das Orchester das DGH in die Pause und dazu singt Worf in Satchmo-Manier. O yeah!

Auf den amerikanischen Jazzstandard „Autumn Leaves“ folgt ein Medley aus „West Side Story“. Diese Einleitung übernimmt Worf. Die emphatischen Worte des studierten Schlagzeugers zu Bernsteins Musical erklären, wie er seine „St. Julians“ mitzureißen und zu meisterlichen Kapriolen zu (ver-)führen versteht. Bernsteins teilweise teuflischen Anforderungen nehmen sie temporeich, leichtfüßig bis zum dramatischen Crescendo, wie die Herausforderungen eines Chuck Mangione souverän bei „Children of Sanchez“.

Mit texanischem Akzent spannt Klaus Weckhauer seinen launigen Bogen über den Abend, das Motto und Näheres zu seinen Musikerkollegen als amerikanischen Gastvortrag in „lovely Gantersflower“ und wandelt das Obama-Wort ab in: „Blasmusik, yes, we can!“. Frank Sinatra kommt mit „Fly me to the Moon“ nach Guntersblum und beim „St. Louis Blues“ ist Dirigent Ralf Worf tiefenentspannt. „Sauschwere“ Stücke sind in dreieinhalb Stunden präsentiert worden. Ganz großes Kino! Hess dankt Worf: „Du forderst, förderst, motivierst und begeisterst uns.“ Hörbar. „What a Wonderful World“ (Zugabe), dem ist nichts hinzuzufügen.

Bericht von Bina Stutz aus der AZ

Übungswochende - Vorbereitung auf das Konzert

Nachdem der Verein im letzten Jahr ein besonderes Jubiläum feierte, nämlich 40 Jahre, geht es im Jahr 2017 nicht minder motiviert weiter. Dirigent Ralf Worf und seine Musiker haben für das Konzert auch in diesem Jahr ein abwechslungsreiches und besonderes Programm zusammengestellt. Alles steht unter dem Motto: „The american way of music“. 

Für dieses anspruchsvolle Konzertprogramm haben sich die rund 35 Musikerinnen und Musiker ein komplettes Wochenende im katholischen Pfarrheim und im AWO Haus getroffen und in Kleingruppen die Musikstücke eingeübt. Dirigent Ralf Worf und professionelle Ausbilder haben mit einzelnen Instrumentenregistern die jeweiligen Passagen in Kleingruppen einstudiert. 
Die 1. Probe war eine Gesamtprobe, die freitags abends stattfand. Samstagmorgens ging es dann mit vollem Elan von 9.00 Uhr bis 20.00 Uhr weiter. Für das leibliche Wohl seiner Musiker und Ausbilder hatte der Verein bestens gesorgt. Es gab reichlich leckere, italienische Kohlenhydrate, die Leib und Seele glücklich machten. Nachmittags musste auch eine Stärkung her - viele Musiker hatten leckeren Kuchen gebacken. Wer jetzt denkt, es wurde nur gegessen, keineswegs! So schmerzten die Lippen der Musikerinnern und Musiker doch sehr am Samstagabend vom vielen Üben. Man rappelte sich für die letzte Probe am Sonntagmorgen noch einmal auf und musizierte von 9.30 Uhr – 12.00 Uhr.
Alles in allem bringt so ein Übungswochenende sehr viel für das Vorankommen der Musikalität und für das Zusammenspiel.

Freuen Sie sich also beim Jahreskonzert des Musikverein St. Julianen auf das „American Feeling“ mit Titeln wie: „Moment vor Moricone“, „What a wonderful world“ und „Fly me to the moon“, um nur einen Auszug aus dem diesjährigen Programm zu nennen. Es ist bestimmt für jeden Konzertbesucher etwas dabei!

Geisterstunde mit Gänsehautfeeling

 Spätestens als der stimmgewaltige Tenor Uwe Worf unter gefühlvoller Begleitung des 38-köpfigen „St. Julianen“-Orchesters das vertonte Gedicht „Caro mio ben“ (Mein teurer Geliebter) des italienischen Komponisten Giuseppe Giordani intoniert hatte, war der Funke der musikalischen Begeisterung der Akteure in der evangelischen Kirche Guntersblum auf die mehr als 300 Zuhörer übergesprungen.

Kerzen beim Phantom der Oper

Doch auch mit dem weiteren Programm des vorweihnachtlichen Konzertes überraschte das Orchester. Wunderschön und stimmungsvoll inszeniert wurde die musikalisch anspruchsvolle Interpretation einer Auswahl von Melodien des Erfolgsmusicals „Das Phantom der Oper“, bei dem die Lichter in der Kirche erloschen und zu roter Hintergrundbeleuchtung nur die Notenpultlampen der Musiker brannten. Eine ideale Bühne für das Phantom (Uwe Worf), um mit seiner markanten Maske durch die dunkle Kirche zu geistern. Moderator Ortwin Hess hatte angekündigt, dass das Phantom einen Besuch abstatten werde und gehofft, dass, im Gegensatz zu den Vorkommnissen 1881 in der Pariser Oper, heute „kein Kronleuchter wie von Geisterhand auf die Bühne stürzen möge“. Amüsant auch sein fiktiver Zeitungsbericht über die Geburt Jesu unter der Annahme, dass die Ereignisse nicht vor 2016 Jahren, sondern in der heutigen aufgeklärten, mit Bürokratie gespickten Zeit stattgefunden hätten. Doch eigentlich stand ja die Musik im Vordergrund dieses Konzerts.

Und so abwechslungsreich wie es mit der „Queens Park Melody“, einer lebensfrohen Musik mit barocken Einflüssen, begonnen hatte, ging es auch weiter: Die wuchtige Ballade „Leningrad“ von Billy Joel, die die Geschichte einer Freundschaft zweier Männer aus der Sowjetunion und den USA im Kalten Krieg beschreibt, erzeugte „Gänsehautfeeling“. Leisere Töne stimmten die Akteure bei dem „Largo“ aus der Oper „Xerxes“ von Händel an. Doch was wäre ein Adventskonzert ohne Weihnachtslieder?

Weihnachtslieder zum Mitsingen

Mit einer Ouvertüre von Roland Kernen stimmte Dirigent Ralf Worf die Zuhörer auf die festliche Zeit ein. Den Abschluss bildete das Weihnachtlieder-Medley „Frohe Weihnacht“, zu denen Moderator Hess das Publikum zum Mitsingen ermunterte.

Für den – vorläufigen – Abschluss hatte Ralf Worf noch einen musikalischen Leckerbissen parat: Das „Concerto d‘ Amore“, „ein absolutes Lieblingsstück des Orchesters“, wie Hess es formulierte.

Allerdings entließ das Publikum die Musiker nicht ohne mehrere Zugaben, darunter das wiederum von Uwe Worf als stimmsicherer Tenor meisterhaft interpretierte „Nessun Dorma“ aus der Oper Turandot.

In seinen Abschlussworten sparte Dirigent Worf nicht mit Lob für seine Instrumentalisten: „Ihr seid ein hervorragendes Orchester. Es ist so toll in Guntersblum.“ Sprachs, hob den Taktstock und verabschiedete sich musikalisch mit „Tochter Zion“.

Mit Fortissimos vom Phantom der Oper bis zu den Piraten der Karibik: 

Jugendkapelle des Musikvereins „St. Julianen“ Guntersblum begeistert Zuhörer

„Eigenständig und herausfordernd muss es sein, nur so macht ein Jugendkonzert Sinn!“ Mit dieser vielversprechenden Aussage übernahm der Dirigent des Musikvereins „St. Julianen“ Guntersblum, Ralf Worf, vor genau einem Jahr das gerade neu zusammengestellte Jugendorchester des Vereins, die „Fortissimos“, bestehend aus Mädchen und Jungen verschiedener Alters- und musikalischer Leistungsklassen. Zweifel waren angebracht, ob Worf das von ihm vorgesehene anspruchsvolle Programm tatsächlich ein Jahr später bühnenreif einem Publikum würde präsentieren können. Und tatsächlich, allen Bedenken zum Trotz, konnten die Zuhörer – zumeist Familienmitglieder der jungen Musiker – am vergangenen Samstag im evangelischen Gemeindehaus Guntersblum ein fast zweistündiges Konzert „vom Feinsten“ erleben.
Insgesamt neun Musikstücke unterschiedlicher Schwierigkeitsstufen konnte Ortwin Hess, Vorsitzender von „St. Julianen“, der durch das Programm führte, dem zunehmend begeisterter werdenden Publikum ankündigen. Der 16-köpfige Nachwuchs, verstärkt durch fünf Musiker des großen Orchesters intonierte nicht nur „Gute-Laune“-Titel wie „Surfin‘ USA“ (Beach Boys) oder „Summer Nights“ aus dem Film „Grease“, sondern auch anspruchsvolle Musicalquerschnitte aus „Phantom der Oper“ und der „West Side Story“ von Leonard Bernstein, das oft auch als „Ur-Musical“ bezeichnet wird. Dabei stellte man als Zuhörer fest, dass die jungen Künstler mit absoluter Begeisterung und Spielfreude bei der Sache waren, weil man deutlich merkte, dass, wie Hess es ausdrückte, die „Chemie zwischen Dirigent und den Musikern stimmt“.
Nach Filmmusik aus den „Piraten der Karibik“ und einem den beiden Nachwuchsdrummern Nick Muth (9 Jahre) und Michel Frey wie auf den Leib geschriebenen Rocktitel „7G Heavy“ verabschiedete sich die Formation mit dem unsterblichen Evergreen von Ray Charles „Hit the Road Jack“. Im Gegensatz zu Ray Charles konnten die jungen Musiker aber erst nach dankbarem Schlussapplaus und zwei Zugaben die Bühne verlassen.
Der Musikverein „St. Julianen“ führt übrigens 2016/2017 wieder einen Blockflötenkurs für Kinder im Grundschulalter durch. Interessierte Eltern und Kinder sind herzlich zu einer Informationsveranstaltung am 12. November ab 15.00 Uhr in der Grundschule Guntersblum eingeladen.

„St. Julianen“ - Musiker im Kellerweg-Fest Fieber

Ein fulminantes Musik- und Weinwochenende beim Kellerweg-Fest liegt hinter dem Musikverein „St. Julianen“.
Bereits vor der Festeröffnung am Freitagabend unterhielten die Musiker mit dem rührigen Orchesterchef Ralf Worf im Wechsel mit den Guntersblumer Kellersängern zahlreiche Zuhörer in bester Manier und heizten so die ohnehin gute Stimmung der Besucher weiter an.
Am Samstagnachmittag schoben die Julianen-Musiker dann das Stimmungsbarometer bei ihrem schon traditionellen Platzkonzert am Julianenbrunnen noch ein ganzes Stück höher. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten, dem anhaltenden Regen zu trotzen, versammelten sich bald viele begeisterte Fans, die trotz des schlechten Wetters dem kurzweiligen Konzert lauschten. Volkstümliche Melodien wechselten sich mit fetzigem Bigband Sound und Guter-Laune-Musik ab, unterhaltsam und humorvoll moderiert von Dirigent Worf. Als die Regenwolken sich schließlich lichteten, stimmte Worf mit den Musikern spontan einen a Capella Gesang nach der Melodie von „Santa Lucia“ oder auch dem „Mädsche von Guntersblum“ auf Textzeilen wie z. B. „Siehst Du die Wolken zieh‘n?“ an, der vom Publikum begeistert beklatscht wurde.
Erst nach mehrfachen Zugaben verließen die Musiker die Bühne, um sich anschließend der Festmeile zu widmen.
Schon um 11.30 Uhr ging es am Sonntag beim Keller Nr. 1 - Familienweingut Frey - musikalisch mit einem Frühschoppenkonzert weiter. Auch hier hatte Worf wieder eine ansprechende Mischung aus Stimmungsliedern und modernen Arrangements für die Zuhörer parat. Aufgelockert wurde das Konzert auch durch stimmgewaltigen Gesang seines in Guntersblum bereits bestens bekannten Bruders Uwe Worf (Tenor), der Wein- und Rheinlieder zum Besten gab und das Publikum so zum Schunkeln und Mitsingen animierte. Begeisterten Applaus erntete Nachwuchsschlagzeuger Michel Frey mit der „Amboss Polka“, die er mit zwei Hämmern und einem Amboss gekonnt zur Orchesterbegleitung intonierte. 
Auch der Kuchenstand des Musikvereins fand – neben den vom Weingut angebotenen herzhaften Speisen – regen Zuspruch. Das Frühschoppenkonzert endete neben einigen Zugaben mit einem Lieblingsstück von Dirigent Worf, „Westernhagen on Tour“ mit den bekanntesten Liedern von Marius Müller-Westernhagen.
Wer mehr vom Musikverein hören will, der hat dazu am 17. September Gelegenheit. Um 17 Uhr stellt Dirigent Worf im Ev. Gemeindehaus das neu formierte Jugendorchester, die „Fortissimos“, mit einem eigenen Konzertprogramm vor. Jugendlich frisch und mit modernem Repertoire werden sich die Jüngsten von „St. Julianen“ präsentieren. Man darf gespannt sein! Der Eintritt ist frei. Außerdem besteht Gelegenheit, sich über die Instrumentenausbildung beim Musikverein zu informieren.

Miss Marple und die Amboss-Polka

Mit einem Konzert vor ausverkauftem Haus feierte der Musikverein St. Julianen Guntersblum sein 40-jähriges Bestehen. Die beiden Moderatoren des Abends und aktiven Musiker, Ortwin Hess und Klaus Weckheuer, führten gekonnt und gewohnt launig und locker durch das kurzweilige Programm. So ließ der Erste Vorsitzende Hess das Publikum gleich zu Beginn wissen, dass das erste erlernte Stück der Musikschüler des im Jahre 1976 neu gegründeten Musikvereins der Choral Sanctus war. Jedoch sei die Qualität bei der Uraufführung dieses Stückes durchaus noch ausbaufähig gewesen. Ganz im Gegensatz zu heute, wie das Orchester unter der Leitung von Ralf Worf sogleich unter Beweis stellte.

Wie es sich für ein Jubiläum gehört, meldeten sich auch Gratulanten zu Wort. Ortsbürgermeisterin Claudia Bläsius-Wirth und der Erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde Rhein-Selz, Michael Stork, beglückwünschten den Musikverein und lobten dessen vorbildliche Nachwuchsarbeit. Bei einem solchen Geburtstag sollten auch Menschen nicht unerwähnt bleiben, die sich um das Wohl des Vereines verdient gemacht haben. So wurden vom Kreismusikverband Rheinhessen Ehrungen für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft durchgeführt und Urkunden überreicht.

Klassik, Rock und Pop

Das musikalische Programm des Abends bot von Klassik bis zu moderneren Rock- und Pop-Hits für jeden Geschmack etwas, doch den roten Faden behielt man bei: Alle an diesem Abend vorgetragenen Musikstücke hatten einen Bezug zum Gründungsjahr. So war unter anderem bezüglich der Hochzeit des Schwedenkönigs Carl-Gustav mit seiner Silvia das „Stockholm Waterfestival“ zu hören sowie auch das Thema zum Krimiklassiker „Miss Marple“, dessen Autorin Agatha Christie im Jahr 1976 verstarb.

Queens „Bohemian Rhapsodie“ und „All by myself“ von Eric Carmen konnten sich in der Blasmusik-Version ebenso hören lassen wie der Titel „Music“, eine gefühlvolle Rockballade von John Miles, die den Zuhörern ein Gänsehautfeeling bescherte.

Was wäre aber ein Konzert eines Blasorchesters ohne traditionelle Blasmusik? Auch hierfür fand sich ein passender „Aufhänger“: Die Egerländer Musikanten hatten 1976 ihr 20-jähriges Bestehen, also entschied man sich für die Amboss-Polka. Und diese wurde auch ganz stilecht von dem zwölfjährigen Nachwuchs-Perkussionisten Michel Frey mit zwei Hämmern am Amboss begleitet.

Spätestens beim Medley aus Erfolgstiteln der Gruppe Abba, bei dem der elfjährige Altsaxofonist Tino Muth mit „I have a Dream“ als Solist brillierte, hielt es die Zuschauer nicht mehr auf ihren Stühlen, und das Orchester durfte erst nach dem amerikanischen Militärmarsch „Stars and Stripes“ und weiteren Zugaben die Bühne verlassen.

Instrumentalisten glänzen mit „Oh Happy Day“ auch als Sänger  Uwe Worf überzeugt als Solist

 

Adventskonzert des Musikverein "St. Julianen" Guntersblum

Spätestens als sich die 42 Instrumentalisten des Musikvereins „St. Julianen“ Guntersblum von ihren Plätzen erhoben, sich auf der Bühne versammelten und zusammen das Lied „Oh Happy Day“ anstimmten, wusste auch der letzte Zuhörer, dass Dirigent Ralf Worf Humor hat. Kurzerhand hat der neue musikalische Leiter seine Musiker zu Sängern umfunktioniert. „Meinetwegen darf es auch schief klingen, Hauptsache, ihr habt Spaß“, rief er dem Publikum zu, das begeistert mitklatschte und mitwippte.

Kerzen bei Tanz der Vampire

Doch auch danach blieb das Adventskonzert voll von Überraschungen. Zum Beispiel als es auf einmal dunkel wurde und nur noch brennende Kerzenleuchter beim „Tanz der Vampire“ die Bühne beleuchteten. Die Zuhörer wurden nun in eine fremde Welt entführt: Nach Transsilvanien, wo Graf von Krolock sein Unwesen treibt. Dissonante Töne des Orchesters erzeugten etwas Unheimliches. Doch Conférencier Ortwin Hess beruhigte das Publikum: „Die Musiker beißen nur in die Mundstücke ihrer Instrumente statt in Blut.“

Das Lachen war auch auf seiner Seite, als er die Geschichte vom sich drehenden Weihnachtsbaumständer erzählte. Doch eigentlich stand ja die Musik im Vordergrund dieses außergewöhnlichen Konzerts.

Etwa 300 Besucher erfreuten sich sowohl an klassischen als auch modernen Stücken. In „Jesus Christ Superstar“, dem Titellied des gleichnamigen Musicals von Andrew Lloyd Webber aus dem Jahr 1971, steigerte sich die Musik durch Einsetzen des ganzen Bläserorchesters bis ins Dramatische. Etwas leisere Töne wurden bei dem wohl bekanntesten Lied des oscar-gekrönten Spielfilms „Schindlers Liste“ (1993) von Steven Spielberg angeschlagen. Die Soli von Inge Marquardt, Saskia Worf, Kerstin Thimm und Sandra Tisot dominieren in einem Lied („Thema von Schindlers Liste“), das den Juden im zweiten Weltkrieg gewidmet ist. Ergriffen von der John-Williams- Komposition und den Soli zollte das Publikum tosenden Applaus.

Nun folgte ein Klassiker: Die Vertonung des lateinischen Gebets „Ave Verum“, das Wolfgang Amadeus Mozart 1791 komponierte, ist nur 46 Takte lang. Statt einer reinen Instrumentalaufführung sang Uwe Worf, der Bruder des Dirigenten, als Solist den Text. Auch bei „Nessun Dorma“, einer Arie des italienischen Komponisten Giacomo Puccini aus dem Jahre 1926, überzeugte Worf als stimmsicherer Tenor. Die Oper handelt von der chinesischen Prinzessin „Turandot“, die die Hochzeit mit einem unbekannten Prinzen nur verhindern kann, wenn sie seinen Namen herausfindet. Der übersetzte Titel „Keiner schlafe“ bezieht sich auf die Forderung der Prinzessin, alle Bewohner Pekings müssten nach dem Namen fahnden. Berühmtheit erlangte die Arie unter anderem durch die Interpreten Luciano Pavarotti und zuletzt durch den britischen Tenor Paul Potts, der mit seiner Version von „Nessun Dorma“ einen Gesangswettbewerb gewann.

Doch was wäre ein Adventskonzert ohne Weihnachtslieder? Die Nachwuchsansagerinnen Hannah Schreiber, Lena Henn und Coletta Hartmann verkündeten gerade noch rechtzeitig den „Happy Christmas“-Song von John Lennon und Yoko Ono, der an ein friedliches Miteinander der Menschen appelliert. Und bei dem Weihnachtspotpourri „Überall ist Weihnachten“ durften die begeisterten Zuhörer sogar mitsingen.

Dirigent Ralf Worf ist mit seinem Einstand bei dem traditionellen vorweihnachtlichen Konzert des Guntersblumer Musikvereins zufrieden: „Ihr seid ein hervorragendes Orchester! Es ist so schön in Guntersblum“, lobte er seine Instrumentalisten.

 

AZ vom 01.12.15  /  Text: Jakob Reineck /  Bild: Michael Bahr

OHNE BADEMANTEL ABER MIT HUPE

Jahreskonzert des MV. "St. Julianen" Guntersblum

Unter dem Motto "Die großen Orchester dieser Welt" stand das diesjährige Jahreskonzert des Musikverein St. Julianen Guntersblum, welcher seinem Publikum im nahezu ausverkauften Dorfgemeinschaftshaus einen durchaus amüsanten Abend bescherte. In nur zwölf Probestunden und einem Probewochenende haben sich die vierzig Musiker unter ihrem neuen Dirigenten Ralf Worf ein beachtliches Repertoire erarbeitet. Schon gleich zu Beginn war das Publikum verblüfft, als sich beim ersten Musikstück "Grüß Gott ihr Freunde" die Orchestermusiker erhoben und stimmgewaltig den Refrain sangen. Nach dem Florentiner Marsch und Ernst Moschs "Bis bald auf Wiedersehn" war der volkstümliche Teil des Programmes abgeschlossen und man wendete sich den Evergreens aus dem Musical „My fair Lady“ zu. Beim Thema große Orchester durften natürlich auch Potpourris mit Hits von James Last, Glenn Miller und Herb Alpert nicht auf dem Programm fehlen. Offensichtlich war der Name des Bert-Kaempfert-Medleys "Free and Happy" inspirierend, als die Musiker nach der Pause ihre blauen Jacken auszogen und gut gelaunt bekannte Hits wie „Strangers in the night“, „Swinging Safari“ und „Sweet Caroline“ zum Besten gaben.

Musikalisches Parlament

In guter Guntersblumer Tradition wurden selbstverständlich alle dargebotenen Stücke vom 1. Vorsitzenden Ortwin Hess oder Klaus Weckheuer auf erfrischend unkonventionelle Art angesagt. So verglich Klaus Weckheuer humorvoll das Orchester mit einem Parlament: Die schwarzen Klarinetten ordnete er der CDU zu, und die FDP (Freunde der Posaunen) habe in diesem Falle gemessen an der Anzahl der Musiker die 5 Prozent-Hürde geschafft. Nur der Ausdruck "Splitterpartei " bekomme bei Holzbläsern eine ganz neue Bedeutung.

Hupe im Einsatz

A propos Tradition: Weckheuer erklärte bei dieser Gelegenheit auch, dass die Ansagen manchmal länger dauern als die entsprechenden Musikstücke, damit der Dirigent sich währenddessen ausruhen kann. Und Ralf Worf wirkte in der Tat sehr ausgeruht und dynamisch, als er anschließend die Hits "Musik ist Trumpf" und "Tijuana Taxi" dirigierte, wobei es sich der quirlige Mainzer bei letzterem nicht nehmen ließ die "Taxi-Hupe" eigenhändig zu betätigen.

Vergessener Bademantel

Als Hommage an den kürzlich verstorbenen Udo Jürgens gab es ein Medley seiner Hits "Aber bitte mit Sahne", "Immer wieder geht die Sonne auf", "Mit 66 Jahren" und "Ein ehrenwertes Haus" zu hören. Auch hier bewies Dirigent Worf erneut seine Entertainerqualitäten, als er sich beim Abtrocknen des Schweißes mit einem Handtuch die Bemerkung "meinen weißen Bademantel habe ich vergessen" nicht verkneifen konnte.

Standing Ovations

Die anschließenden Dankesworte des vom tosenden Applaus des begeisterten Publikums sichtlich gerührten Ortwin Hess galten dem neuen Dirigenten sowie allen Mitwirkenden dieser gelungenen Veranstaltung, und nicht zuletzt dem ehemaligen Dirigenten Ernst Kolling, der dem Musikverein freundschaftlich verbunden ist und sich noch immer hervorragend um die Ausbildung der Nachwuchsmusiker kümmert.

Selbstverständlich kam vom begeisterten Publikum die Forderung nach einer Zugabe. Und auch dies ist in Guntersblum eine liebgewonnene Tradition: Die erste der insgesamt drei Zugaben war "Alte Kameraden", wenn auch diesmal in einer flotten Swing-Version.

 

 

Text: Dagmar Muth                                     Bilder: Peter Muth

Übungswochenende

Neues vom Musikverein!

Mit einem internationalen Programm wird sich der Musikverein „St. Julianen“ Guntersblum in seinem Jahreskonzert 2015 präsentieren. Das jugendlich frische Musikprogramm steht unter dem treffenden Motto „Die großen Orchester dieser Welt“.

Bekannte Namen wie James Last, Glenn Miller, Bert Kaempfert oder Max Greger stehen Pate für Big-Band-Klassiker und bekannte Hits, die Alt und Jung begeistern werden.

Am letzten Wochenende hat der neue Dirigent des Musikvereins Ralf Worf mit über dreißig Musikern auf einem Probewochenende in der früheren Elisabethenschule in Ludwigshöhe – siehe Bild - das Programm intensiv eingeübt. Professionelle Ausbilder haben ergänzend dazu mit den einzelnen Instrumentenregistern die jeweiligen Stimmen in Kleingruppen geprobt.

 

Musikalische Höhepunkte werden in diesem Jahr zum Beispiel die bekanntesten Titel von Glenn Miller von „In The Mood“ bis „Pennsylvania 6-5000“ oder die „Golden Hits“ von Herb Alpert sein. Auch ein Querschnitt aus dem Musical „My Fair Lady“ von den Berliner Philharmonikern sowie eine bekannte Polka von Ernst Mosch stehen auf dem Programm.

Aber dies ist nur eine kleine Auswahl. Jeder Konzertbesucher wird mit Sicherheit auf seine Kosten kommen! Lassen Sie sich überraschen!

Der Konzerttermin:

Samstag, 02. Mai, 19.30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Guntersblum.

Eintrittskarten können bereits über www.musikverein-Guntersblum.de reserviert werden. Auch der Vorverkauf bei Haushaltswaren Armin Guckert, Hauptstraße hat begonnen. Neu: Kartenvorverkauf am Samstag, den 25.04.2015 von 10.00 bis 12.00 Uhr im AWO-Haus in Guntersblum.

Nutzen Sie die Gelegenheit und sichern Sie sich Ihre Karten!

Dirigent Ernst Kolling gibt Dirigentenstab weiter

Dreiundzwanzig Jahre leitete er sehr erfolgreich die musikalischen Geschicke des Musikvereins „St. Julianen“ Guntersblum: Dirigent Ernst Kolling. Neben dem Großen Orchester des Vereins und dem „Orchesters 2000“ war er auch verantwortlich für die Nachwuchsschulung und die Einzelausbildung für Trompeten und Flügelhörner.

Ende Januar hat nun Ernst Kolling die Orchesterleitung auf eigenen Wunsch beendet. In der jüngsten Mitgliederversammlung des Musikvereins „St. Julianen“ ist er auf Antrag des Vorstands als Dank für die geleistete Arbeit zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt worden.

In einer kleinen Laudatio zur Übergabe der Ehrenurkunde würdigte der Erste Vorsitzende Ortwin Hess die Verdienste von Ernst Kolling, der als Nachfolger von Uli Bergjohann im Jahr 1991 die Leitung des großen Orchesters übernommen hatte. Daneben setzte er sich auch intensiv für die Jugendausbildung im Verein ein. 1999 rief er eine weitere Musikgruppe ins Leben, das “Orchester 2000″, bestehend aus Musikbegeisterten, die entweder bereits ein Instrument spielen und dieses Hobby neu beleben wollen oder die als Anfänger im Kreise Gleichgesinnter musizieren möchten.

Vorsitzender Hess dankte Kolling im Namen des Vorstands und allen aktiven Musikern für 23 Jahre unermüdliches Wirken für den Musikverein und insbesondere für die hervorragende musikalische Leitung des großen Orchesters. Er hob hervor, dass Ernst Kolling einen musikalisch sehr gut aufgestellten Klangkörper übergebe, was bereits von seinem Nachfolger anerkennend gewürdigt wurde. Ernst Kolling steht dem Verein nach wie vor für die Jugendausbildung und als Leiter des Orchesters 2000 zur Verfügung.

Neuer Dirigent

Bild. Bernd Waldmann Der neue Dirigent Ralf Worf

Dreiundzwanzig Jahre leitete er sehr erfolgreich die musikalischen Geschicke des Musikvereins „St. Julianen“ Guntersblum: Dirigent Ernst Kolling. Neben dem Großen Orchester des Vereins und dem „Orchesters 2000“ war er auch verantwortlich für die Nachwuchsschulung und die Einzelausbildung für Trompeten und Flügelhörner.

Zum Jahreswechsel hat nun Ernst Kolling auf eigenen Wunsch den Dirigentenstab des großen Orchesters abgegeben. Der Vorstand des Musikvereins dankt ihm für seine hervorragende musikalische Arbeit. Gleichzeitig freuen sich die Musiker und Musikerinnen nach intensiver Suche, einen neuen musikalischen Leiter für das Orchester präsentieren zu können:

Herr Ralf Worf, gebürtiger Mainzer, Schlagzeuger, Keyboarder und Leiter einer Musikschule in Sprendlingen.   Sein Credo: Musik als Hobby muss Spaß machen!

Sein Debüt als neuer Dirigent hat er bereits überaus erfolgreich absolviert: Bei den letzten beiden Sitzungen des CVG Guntersblum spielte die Julianen-Hauskapelle unter seiner Leitung. Nicht nur Sitzungspräsident Peter Muth, auch Vorsitzender Dieter Schowalter und nicht zuletzt die Sitzungsbesucher zeigten sich vom neuen Orchestersound begeistert.

Nun widmet sich Ralf Worf mit Elan der musikalischen Feinarbeit bei den wöchentlichen Orchesterproben. Dies ist auch absolut notwendig, denn zum Jahreskonzert des Musikvereins am Samstag, den 2. Mai (Termin unbedingt vormerken!) soll bereits ein anspruchsvolles Konzertprogramm unter dem Motto „Große Orchester dieser Welt“ präsentiert werden. Man darf auf dieses musikalische Highlight von „St. Julianen“ und seinem Dirigenten gespannt sein!

Übrigens: Der Musikverein sucht immer Mitspieler für sein Orchester. Wer also schon mal ein Instrument (vorzugsweise ein Blasinstrument, gerne auch Gitarre oder Keyboard) erlernt hat und Lust hat, dieses schöne Hobby wiederaufzunehmen, ist gerne willkommen. Probestunden immer dienstags ab 19.30 Uhr in der Elisabethenschule Ludwigshöhe oder kurzer Anruf bei Ortwin Hess, Tel. 1377.

                                    Wir freuen uns über Ihr Interesse!

Von Robbie Williams zu stimmungsvollen Weihnachtsvariationen

Musikverein „St. Julianen“ Guntersblum verbreitet musikalische Adventstimmung

 

Erneut bewies der Musikverein „St. Julianen“ bei seinem vorweihnachtlichen Konzert am ersten Advent in der vollbesetzten evangelischen Kirche Guntersblum seine Vielseitigkeit und sein musikalisches Können. Klanggewaltig und der hervorragenden Akustik des Gotteshauses angemessen eröffneten die fast vierzig Instrumentalisten das eineinhalbstündige Programm mit einer Fanfare, der „Toccata“ aus der Oper „Orpheus“ von Claudio Monteverdi. Mit Auszügen aus Edvard Griegs bekanntem Orchesterwerk, der „Peer Gynt Suite Nr. 1“ setzte das Orchester unter der Leitung von Dirigent Ernst Kolling eindrucksvoll seinen Streifzug durch die Klassik fort. Das vielseitige Programm, durch das kurzweilig die Nachwuchsmodertorinnen Coletta Hartmann und Lena Henn sowie – altbewährt – Vorsitzender Ortwin Hess führten, genügte jedem Musikgeschmack. Der bekannte Song „Angels“ von Robbie Williams leitete gefühlvoll das weihnachtliche Repertoire des Julianenorchesters ein.

Entspannen konnten sich Publikum und Akteure bei der jährlichen Weihnachtsgeschichte von Ortwin Hess, die inzwischen schon Kultstatus hat. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen die innerlichen Leiden des „Christtagskindes“ Heiner, der am Heiligabend geboren ist und schon als Kind mit seinen Geburtstagsgeschenken immer zu kurz kam. Um diesen Missstand zu beseitigen und sein Ego aufzuwerten, unternehmen seine Freunde alle möglichen Versuche, den Geburtstag auf einen anderen Tag zu verlegen, jedoch vergebens. Es endet tragikomisch, weil Heiner aus Wut über den für ihn ungünstigen Geburtstermin den Weihnachtsbaum und damit leider auch sein Haus „abfackelt“.

Dem Anspruch des Orchesters, auch für den modernen Musikgeschmack etwas zu bieten, tragen bekannte Weihnachtshits wie „Christmas Calypso“, ein ursprünglich karibisches Weihnachtslied, „Frosty, der Schneemann“ und „Here comes Santa Claus“ bei. Natürlich bilden die sich anschließenden weihnachtlichen Weisen die thematischen Höhepunkte des Konzerts. Das Orchester intoniert neben einer anspruchsvollen Orchesterbearbeitung von deutschen Weihnachtsliedern auch die „Highland Cathedral“, ein Werk, das nach seiner Entstehung sogar als schottische Nationalhymne vorgeschlagen wurde. Klangvolle Variationen über „Es ist ein Ros‘ entsprungen“ bilden den Höhepunkt des Konzertes. Die Musiker setzen dabei die Vorstellungen des Arrangeurs Roland Kernen von traditioneller und neuer Musik meisterhaft und mit deutlich spürbarer Spielbegeisterung um.

Nach der Händelschen Komposition „Tochter Zion“ aus dem Oratorium „Judas Maccabaeus“, die traditionell den Abschluss des Konzertabends bildet, dankt das Publikum den „St. Julianen“-Musikern und ihrem Dirigenten Ernst Kolling mit stehendem Applaus, was vom Orchester mit Zugaben honoriert wird.

Auch am Heiligabend wird „St. Julianen“ zur Begleitung des Gottesdienstes und dem sich anschließenden Weihnachtsliederspielen auf der Empore zwischen den Türmen wieder in der evangelischen Kirche zu hören sein.

Musikverein „St. Julianen“ Guntersblum on tour

 

Am 14. Juni fand der diesjährige Jahresausflug des Musikvereins statt. Die Fahrt führte zunächst zur Feuerwache I der Berufsfeuerwehr Mainz. Dort besichtigten die Teilnehmer die Leitstelle, die Einsatzfahrzeuge und die Werkstätten. Alle folgten den Ausführungen der beiden Guntersblumer Feuerwehrleute vor Ort sehr interessiert. Danach wurde die Fahrt nach Michelstadt im Odenwald fortgesetzt. Hier stärkten sich die Teilnehmer für die anschließende Altstadtführung, die uns sehr kurzweilig per Fuß durch die Innenstadt führte. Die 40-köpfige Gruppe, bestehend aus aktiven Musikern mit Angehörigen, hatten anschließend die Möglichkeit den Bienenmarkt - das große Volksfest in Michelstadt - zu besuchen. Der Tag wurde mit dem Besuch eines Hoffestes in Guntersblum abgerundet und alle Teilnehmer waren sich einig: Das war eine tolle Sache. Organisiert wurde der Ausflug, wie bereits in den letzten Jahren, durch Klaus Schniering, Rainer Thimm und Volker Thimm, vielen Dank hierfür.

Vereinsausflug nach Koblenz

 

Um es gleich vorweg uff Rhoihessisch zu sagen: Es war mol widder schee!

 

Die Organisatoren dieses wieder einmal sensationellen Ausflugs müssen einen guten Kontakt zum Wettergott haben: Trotz aller furchterregenden Schlechtwetterprognosen von „wetter-net“ & Co. kamen Ostfriesenpelze und sonstige High-Tech-Gore-Tex-Multifunktionsbekleidung kaum zum Einsatz.

 

Pünktlich, wie bei „St. Julianen“ üblich, fanden sich die letzten Teilnehmer des Ausfluges eine Viertelstunde nach geplanter Abfahrt, aber bestens gelaunt, am Reisebus ein, so dass sich die Verspätung noch in Grenzen hielt. Machte auch nichts, da der von uns (später) zum besten Busfahrer gekürte „Siggi“ locker die Zeit wieder reinholte und die rund 50 Ausflügler lange vor Öffnung der Festung Ehrenbreitstein (Erste Station – Abteilung: Kultur!) genügend Zeit für ein ausgiebiges Gruppenfoto fanden.

 

Die Besichtigung der gut erhaltenen früheren Festungsanlage hatte für jeden etwas Interessantes: Während Kinder und Jugendliche den weiträumigen Anlagen eher sportliche Aspekte abgewannen, wurden wissbegierige Erwachsene (ich kann nur für die Männergruppe sprechen) vom Gästeführer in einer guten Stunde zu hochqualifizierten Militärwissenschaftlern ausgebildet (Abschlussprüfung steht noch aus). Ein Bilderbuchblick von hoch oben auf das Deutsche Eck mit dem Kaiser-Wilhelm-Denkmal rundete den Besuch der Festung ab.

 

Genuss war angesagt beim sich anschließenden Mittagsmahl in wahrhaft malerischer Umgebung. Wenige Kilometer stromaufwärts bei Lahnstein schlemmerte man an den Rheinwiesen im sonnigen Gartenlokal bei „Maximilians Brauwiesen“. Dem selbstgebrauten köstlichen Bier konnten eigentlich nur die Minis widerstehen. Irgendwie kam mir dabei immer die ansprechende Fernsehwerbung vom „Paulaner-Biergarten“ in den Sinn, warum wohl?

 

Nach ausgiebiger Mittagspause fiel es einigermaßen schwer, sich aufzuraffen, um per Bus wieder nach Koblenz zurück zu fahren – aber es musste sein, denn die Organisatoren Volker, Klaus und Rainer hatten noch einen weiteren Leckerbissen für die Ausflügler parat. Eine Schifffahrt mit einem sehr schönen Ausflugsschiff mit dem klangvollen Namen „La Paloma“ (Abteilung: Erlebnis!).

„Just in Time“ – wie man heute sagt, kamen wir zur Anlegestelle 10 – die letzte in der Reihe – klar, wo die Schiffsbesatzung schon auf uns wartete. Aber keine Panik, wir waren ja noch rechtzeitig.

Genüsslich auf dem vorderen und hinteren Oberdeck verteilt genossen alle die vorbeiziehende einmalig schöne Landschaft des „Welterbe Oberes Mittelrheintal“ mit den Burgen Stolzenfels, der Marksburg und, und…

Während die Älteren eher gemütlich kühle Biere während der Fahrt genossen, durften die Jüngeren die „Kommandozentrale“ unseres Schiffes besichtigen und erhielten vom Kapitän wertvolle Infos zum Erwerb des Rheinschifferpatentes.

 

Den Abschluss des Ausflugs verbrachten die „St. Julianer“ bei einer Seilbahntour vom Deutschen Eck zur Festung Ehrenbreitstein („das muss man mal mitnehmen“) oder in der Altstadt von Koblenz, wo opulente Erdbeerbecher in italienischen Eisdielen lockten.

 

Bei der Rückfahrt mit dem Bus entlang der Rheinstrecke konnte man noch einmal die Schönheit des Rheintals mit seinen Burgen, Städtchen und den Loreleyfelsen bewundern.

Alles in Allem: Dank an das Vereins-Kurz-Reisen-Team für diesen tollen Tagesausflug!

 

Musikverein „St. Julianen“ Guntersblum entführt Konzertbesucher

auf eine Weltreise der eigenen Art

 

Der bekannte Roman von Jules Verne stand Pate für das auf die musikalische Ebene gebrachte Motto „In 80 Takten um die Welt“, bei dem der Musikverein „St. Julianen“ bei seinem Jahreskonzert alle Register seines Könnens zog.

Begeisterung löste bereits die „Vorgruppe“ der zwölf acht- bis zehnjährigen Mitglieder des aktuellen Blockflötenkurses unter der Leitung von Nanette Laforsch aus. Die jungen Künstlerinnen überzeugten nicht nur durch ihre gekonnten und gut einstudierten Musikshowdarbietungen, wie bei „Old McDonald had a Farm“, sondern auch durch witzige, locker vorgetragene Moderationen zwischen den Musikstücken.

Auch der Vorsitzende des Musikvereins Ortwin Hess zeigte sich sichtlich beeindruckt von dem gelungenen Auftritt. Im Herbst startet der Verein einen neuen Flötenkurs.

Als Eröffnungsstück intonierten insgesamt 49 Instrumentalisten des „St. Julianen“-Orchesters unter Leitung von Dirigent Ernst Kolling klanggewaltig den festlichen Konzertmarsch von Edward Elgar „Pomp and Circumstance“. Zu den Mitwirkenden erläuterte Hess, dass im vergangenen Jahr das Jugendorchester sowie das „Orchester 2000“ in das Gesamtorchester integriert wurden. Er versprach, dass, anders als in den Vorjahren, kein Musiker die Bühne vor Ende des Programms verlassen werde, was dann auch zutraf.

Wie sehr der Klangkörper von dem Zusammenschluss profitiert hat, zeigte sich insbesondere bei dem Stück „Explorations“ des belgischen Komponisten Johan Nijs, einer preisgekrönten dreisätzigen Komposition zum Thema musikalische Entdeckungen, die den Instrumentalisten alles Können abverlangte.

Mit der „Wiener Melange“, einem bekannten Johann-Strauss-Walzer, Musical Querschnitten von Andrew Lloyd Webber, aus „Tarzan“ und „König der Löwen“ endete der erste Teil des Programms, den das Publikum im vollbesetzten Dorfgemeinschaftshaus mit dankbarem Applaus quittierte.

Höhepunkte des zweiten Konzertteils bildeten fetzige Rock- und Pop-Rhythmen aus dem Animationsfilm „Shrek 2“, die die beiden Nachwuchsmoderatorinnen Coletta Hartmann und Lena Rößler humorvoll mit einer Prise Ironie einleiteten. Solistisch interpretierten Martina Krauß-Oswald (Baritonsax) und Tanja Mai (Posaune) den hauptsächlich durch die „Sesamstraße“ populären Titel „Mah na Mah na“.

Ein Cole-Porter-Medley mit seinen weltbekannten Melodien und die Titelmelodie „Musik ist Trumpf“ aus der ZDF-Unterhaltungssendung der siebziger Jahre mit Peter Frankenfeld beendeten den regulären Programmteil. Moderator Klaus Weckheuer warb für das am 25. Mai in der Oppenheimer Emondshalle stattfindende gemeinsame Jugendkonzert von „St. Julianen“, der Oppenheimer Stadtkapelle, dem Posaunenchor Dienheim und den Kilianos Nierstein als besonderes musikalisches Highlight.

Die begeisterten Zuhörer forderten lautstark Zugaben, die mit „Welthits aus Italien“ und dem „Fliegermarsch“ vom Orchester gerne erfüllt wurden.

 

Rauch auf dem Genfer See

5. Mai 2012 | Von Peter Muth

 

Beim diesjährigen Jahreskonzert zeigte der Musikverein St. Julianen Guntersblum im Dorfgemeinschaftshaus die ganze Bandbreite seines Könnens. Der Abend stand unter dem Motto “Swing, Jazz und Pop” und dieses wurde nicht nur mit Musik, sondern auch mit der passenden Verkleidung als Rockstar in Lederjacke oder im chicen 50er Jahre-Kleid von den Nachwuchsmoderatoren humorvoll umgesetzt. Die Musiker unter der Leitung von Ernst Kolling präsentierten den Zuschauern ein eindrucksvolles Konzert, das vom Big-Band-Sound bis zu Rock-Klassikern keine Wünsche offen ließ.

POP

Nach Stücken wie “Eye of the Tiger” oder einem Boogie Woogie der Nachwuchs-Flötengruppe (Leitung Nanette Hart) zusammen mit den Minis startete das Programm mit allen Ochestern – insgesamt fast 50 Musiker, bestehend aus dem Jugendorchester “Fortissimos”, dem Orchester 2000 und dem großen Orchester.

Dieses gab im Anschluss “It’s Raining Men” der Weather Girls zum Besten, gefolgt von “The Power of Love” von Jennifer Rush. Nach “Swing Amore Per Te”, einem Cha-Cha präsentierte man musikalisch den Rauch über dem Genfer See, den die Musiker von Deep Purple 1971 nach einem Brand des Casinos von Montreux in ihrem Lied “Smoke On The Water” verarbeiteten.

ROCK

Für Blasorchester arrangiert und doch unverkennbar und sehr nah am Original war die “Bohemian Rhapsody” von Queen. Die Interpretation des Stückes hätte sogar Freddy Mercury gefallen. Das die Besetzung des Musikvereins mit seinen ausgezeichneten Klarinetten- und Saxophonsätzen geschaffen ist für Big-Band-Sound stellte der Verein um 1. Vorsitzenden Ortwin Hess mit Stücken wie “Jazz Waltz No. 1″,”Stranger On The Shore” von Mr. Acker Bilk (Solistin: Inge Marquardt) oder das Medley von Komponist Klaus Doldinger, in dem die Zuhörer bekannte Film- und Fernsehmelodien aus “Tatort”, “Ein Fall für zwei”, “Das Boot” oder “Die unendliche Geschichte” erkannten.

SWING

Nach der Pause ging es mit einem “Rock Opening”, dem “Saxo Sound” und “Big Spender” aus dem Musical “Sweet Charity” weiter, bevor Trompeten-Solist Klaus Weckheuer mit “Cherry Pink”, besser bekannt als “Gummi Mambo”, aus seinem Instrument humorvoll so manchen Ton heraus quetschte. “The Swinging Rossini” machte deutlich, dass man eine Oper wie “Wilhelm Tell” auch in modernerem Stil präsentieren kann. Das Finale übernahm “Frenesi” eine Rumba im Stil des legendären Artie Shaw Orchesters. Ohne Zugabe ließ das Publikum die Band nicht von der Bühne und so ging man nach dem “St. Louis Blues” buchstäblich “beswingt” nach Hause.

Alle Jahre wieder

Alle Jahre wieder.......... kommt nicht nur das Christuskind, sondern

setzten sich, und dies nun schon zum elften Mal, die Musiker/innen

des "Orchester 2000" vom Musikverein "St. Julianen" Guntersblum,

nach Mainz in Bewegung, um dort im KKM - Hildegardis-, Vincenz-

u. Elisabethen-Krankenhaus - durch vorweihnachtliches Musizieren den

Patienten und dem Personal eine Freude zu bereiten.

 

Wiederum erklangen nacheinander in sieben Stockwerken und zum

Gottesdienst einfühlsame Melodien zur Einstimmung in die schönste

Zeit des Jahres. Strahlende Augen und dankbare Gesten der Patienten

waren der "Lohn" für diesen caritativen Einsatz des Orchesters.

 

Zum Ausklang luden die "Grünen Damen" zur weihnachtlichen

Kaffeetafel ein und äußerten den Wunsch, uns im nächsten Jahr wieder

begrüßen zu wollen, was mit großer Zustimmung aller Akteure ange-

nommen wurde.

 

Horst Laforsch

Musikverein „St. Julianen“ Guntersblum stimmt auf die Weihnachtszeit ein

 

Wieder einmal bewies der Musikverein „St. Julianen“ bei seinem vorweihnachtlichen Konzert am ersten Advent in der vollbesetzten evangelischen Kirche Guntersblum seine Vielseitigkeit und sein musikalisches Können. Klanggewaltig eröffneten die dreißig Instrumentalisten das eineinhalbstündige Programm mit einem Lieblingsstück des Orchesters, dem „Concerto d’Amore“, das der bekannte Komponist Jacob de Haan mit Stilrichtungen aus dem Barock, Pop und Jazz als Liebeserklärung an die Musik verstanden wissen will. Mit der „Jupiter Hymne“ aus dem Orchesterwerk „Die Planeten“ von Gustav Holst machte sich Dirigent Ernst Kolling geschickt die hervorragende Akustik des Gotteshauses für klassische Musik zunutze. Begeisterten Applaus ernteten die Julianenmusiker auch mit dem sehr persönlichen Lied „Leningrad“ von Billy Joel. Einen weiteren Konzerthöhepunkt bildete ein Musicalquerschnitt aus „Jesus Christ Superstar“, der Rock Oper, mit der Andrew Lloyd Webber 1971 auf einen Schlag Weltberühmtheit erlangte.

Entspannen konnten sich Publikum und Akteure bei der jährlichen Weihnachtsgeschichte, vorgetragen vom Vorsitzenden Ortwin Hess, die inzwischen schon Kultstatus hat. Im Mittelpunkt der Geschichte stand diesmal eine Hausfrau, die sich weigert, für ihre Familie Weihnachtsplätzchen zu backen, da die eine Hälfte immer sofort gierig verzehrt wird und das restliche Backwerk dann niemand mehr anrührt. Daraufhin nehmen Mann und Sohn „die Sache in die Hand“. Die Geschichte endet schließlich damit, dass zwar abends wunderschöne Plätzchen auf dem Tisch stehen – allerdings fällt der Hausfrau auf, dass der Plätzchenduft im Haus fehlt: die Herren hatten mangels Backkenntnissen einfach die Süssigkeiten in der Konditorei beschafft.

Dem Anspruch des Orchesters, auch für den modernen Musikgeschmack etwas zu bieten, tragen bekannte Weihnachtshits wie „The little Drummer Boy“ und „Santa Ckaus is coming to Town“ bei, zu dem Moderator Hess bemerkt, dass „Santa Claus“ eigentlich als eine Werbefigur des Herstellers der bekannten Cola-Brause in den 1930er Jahren geschaffen wurde. Natürlich bilden die sich anschließenden weihnachtlichen Weisen die thematischen Höhepunkte des Konzerts. Das Orchester intoniert neben einer Choralbearbeitung von „In dulci Jubilo“ auch das bekannte Werk von Johann Sebastian Bach „Wachet auf! Ruft uns die Stimme“. Die Musiker setzen dabei die Vorstellungen des Arrangeurs von alter und neuer Musik meisterhaft und mit deutlich spürbarer Spielbegeisterung um.

Nach der Händelschen Komposition „Chorus und Marsch“ aus dem Oratorium „Judas Maccabaeus“, die traditionell den Abschluss des Konzertabends bildet, dankt das Publikum den „St. Julianen“-Musikern und ihrem Dirigenten Ernst Kolling mit dankbarem Applaus, so dass die Musiker nicht ohne weitere Zugabe die Kirche verlassen.

Auch am Heiligabend wird „St. Julianen“ zur Begleitung des Gottesdienstes und dem sich anschließenden Weihnachtsliederspielen auf der Empore zwischen den Türmen wieder in der evangelischen Kirche zu hören sein.

Adventskonzert 2011

Kontakt

Bildergalerie

Zur Bildergalerie für Mitglieder

 

Die Bilder dieser Seite sind ausschließlich Musikern, Ausbildern und Mitgliedern des Musikverein "St. Julianen" zugänglich!

Die Zugangserkennung bitte per Mail anfordern!

Facebook

Sie haben einen Adblocker installiert. Diese Web App kann nur mit einem deaktivierten Adblocker korrekt angezeigt und konfiguriert werden.
Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© Musikverein Guntersblum e.V.